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Der wunde Punkt des Mannes Früherkennung ist wichtig Möglichkeiten der Vorsorge PSA- Werte geben ein Warnsignal Mehr Zuverlässigkeit duch cPSA Von Ultraschall bis Biopsie Wie können Sie vorsorgen? Ihre cPSA-Werte Kontrolluntersuchungen

 

 

Liebe Leser!

Prostatakrebs ist in Deutschland eine der
häufigsten Tumorerkrankungen und Todesursachen
bei Männern. Pro Jahr fordert die
Krankheit landesweit rund 12.000 Menschenleben.
Der Grund: Im frühen Stadium
– in dem gute bis sehr gute Heilungschancen
bestehen – zeigt Prostatakrebs keine
oder nur wenige Symptome. Hinzu kommt,
dass seine Entstehung schleichend verläuft.
Über mögliche Präventionsmaßnahmen
ist noch wenig bekannt.

Der einzige Weg, ein Prostatakarzinom
frühzeitig zu erkennen, ist daher die Vorsorgeuntersuchung.
Und wie bei den meisten
Krebsarten gilt auch hier: Je eher ein
Tumor identifiziert wird, desto besser stehen
die Heilungschancen.

Die Diagnostik bietet heutzutage vielfältige
Möglichkeiten. In der Bundesrepublik
ist jeder Mann ab dem 45. Lebensjahr berechtigt,
Früherkennungsmaßnahmen in
Anspruch zu nehmen. Doch genau hier
liegt das Problem: Nur 14 Prozent dieser
Männer lassen sich rechtzeitig untersuchen.
Das unangenehme Abtasten der
Prostata durch den Enddarm wird bisher
als einzige Routinemaßnahme von den
Krankenkassen bezahlt. Das ist aber keine

Früh-, sondern eine Späterkennung, da die
auf diese Weise gefundenen Tumore meist
schon in weit fortgeschrittenen Stadien
sind und häufig bereits zur Metastasenbildung
neigen. Erst die Kombination mit
dem so genannten PSA-Test bzw. – noch
empfehlenswerter – dem cPSA-Test erlaubt
wirklich ein frühzeitiges Erkennen
eines Prostatakarzinoms.


Die Beschwerden mit der Vorsteherdrüse
werden fälschlicherweise als „Alt-Männer-
Leiden“ abgetan. Landläufig haben viele
die Einstellung, erst dann einen Arzt aufzusuchen,
wenn sich mögliche Beschwerden
über einen längeren Zeitraum nicht
von selbst wieder in Wohlgefallen aufgelöst
haben. Ob aus Unwissenheit, Angst
oder fehlender Sorgfalt – viele Männer
vergeben damit eine große Chance.

Machen Sie auf keinen Fall denselben Fehler:
Nehmen Sie die Möglichkeiten der
Vorsorge regelmäßig wahr. Auch wenn Sie
den PSA-Test vielleicht aus eigener Tasche
bezahlen müssen. Durch die Untersuchungen
können Sie einen Prostatakrebs natürlich
nicht verhindern. Aber wenn er frühzeitig
erkannt wird, haben Sie die Möglichkeit,
sich rechtzeitig behandeln zu lassen.

Die Heilungschancen sind dann sehr gut.
Warten Sie also nicht, bis es zu spät ist,
und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.


Bitte betrachten Sie die Ergebnisse der
Früherkennung immer kritisch unter dem
Gesichtspunkt, dass nicht jeder erhöhte
PSA-Wert gleich eine Gewebeentnahme
zur Folge haben muss und dass nicht jeder
kleine Prostatakrebs, der durch eine Gewebeentnahme
entdeckt wird, auch gleich
eine oft radikale Therapie nach sich zieht.


Wenn eine Therapie notwendig ist, können
Sie geheilt werden oder Sie können sich
trotz Ihrer Erkrankung eines verlängerten
Lebens in guter Qualität erfreuen.

Die vorliegende Broschüre soll Ihnen hierbei
eine Hilfe bieten. Sie soll aufklären
und Sie über die Methoden und diagnostischen
Maßnahmen informieren.

Ihr

Wolfgang Petter
Vorsitzender des Bundesverbands
Prostatakrebs Selbsthilfe e. V.


 

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